Service-dominante Logik

Service-dominante Logik (engl. Service-Dominant Logic, auch SD-Logik oder SDL)  ist eine Denkweise für ein einheitliches Verständnis des Zwecks und der Natur von Organisationen, Märkten und der Gesellschaft.

Die Perspektive der SD-Logik fokussiert weniger auf den hergestellten Produkten, sondern den Dienstleistungen und stellt diese ins Zentrum des Marketing. Die SD-Logik zielt darauf ab, dass alle Organisationen und Märkte sich grundsätzlich immer mit dem Austausch von Dienstleistungen und der Anwendung von Kompetenzen (Wissen und Fähigkeiten) befassen. Produkte sind jedoch ur Mittel zum Zweck.

Das heißt, nicht Produkte, sondern Dienste werden gegeneinander getauscht. Der eine Dienst wird gegen den anderen Dienst getauscht, alle Firmen sind Dienstleistungsfirmen, alle Märkte konzentrieren sich auf den Austausch von Dienstleistungen. Marketinggedanken und -praktiken sollten daher auf Servicelogik, und -prinzipien basieren.

Kurz: „Egal was ein Unternehmen verkauft, es geht immer um den Service oder Nutzen, den ein Gut oder eine Dienstleistung spendet.“

Die service-dominante Logik stellt neue Konzepte für den Customer Value vor. Kern der gemeinsamen Wertschöpfung ist nicht mehr (wie bei der güter-dominanten Logik) der Tauschwert (value-in-exchange) oder ein dem Produkt innewohnender Werts, sondern nur der Nutzungswert (value-in-use). Anstatt Unternehmen über die Vermarktung an Kunden zu informieren, werden sie angewiesen, mit Kunden sowie anderen Wertschöpfungspartnern im Wertschöpfungsnetzwerk des Unternehmens zu vermarkten.

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